Alte Flurbezeichnungen

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In diesem Teil Lohbrügges haben früher die Bauern ihre Felder bestellt. Nur noch einige Straßennamen erinnern daran, so etwa der Binnenfeldredder, der im 18. Jahrhundert entstand. Damals wurde das vorher gemeinsam bewirtschaftete Land in Privateigentum der Bauern überführt.
Ein „Redder“ ist immer ein Weg, der von Knicks eingefasst war, also einer mit Büschen bepflanzten erhöhten Straßenbegrenzung. Etwa alle fünf bis sieben Jahre wurde das Holz „geknickt“, also geschlagen, und lieferte den Bauern Brennholz – so auch am Reinbeker Redder, der ein uralter Weg von Steinbek über Boberg nach Reinbek ist. Straßennamen mit dem Bestandteil „Rade“ weisen auf Flächen hin, die gerodet wurden, etwa Tienrade und Röprade.
Lange bevor an den Bau von Lohbrügge-Nord gedacht war, entstanden in den 1930er Jahren zwischen den Feldern die Siedlerhäuser an der Röprade (früher Birkenweg) und am Buchenweg. Die Federführung übernahm der „Deutsche Siedlerbund e.V.“. Die Siedler bauten ihre Häuser mit viel Selbsthilfe. Am Anfang gab es noch Außenaborte, wo unter der Klobrille ein Eimer stand, der mit Torf abgestreut und später auf dem Komposthaufen entleert wurde. Die Häuser hatten einen großen Garten sowie einen Stall. Hier wurden noch bis etwa 1960 Schweine, Hühner, Enten, Gänse und Kaninchen gehalten. Der Zusammenhalt war sehr groß und man feierte gemeinsame Feste.

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