Der Wasserturm

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Nach Errichtung des Wasserwerks (Krusestraße 2) wurde 1907 auch der Wasserturm mit einem Behälter von 350 Kubikmeter Speicherkapazität auf dem höchsten Punkt der Gemeinde Sande errichtet. Charakteristisch für diesen Wasserturm ist sein nach außen ausladender Turmkopf auf einem konischen Unterbau mit Backsteinmauerwerk. Schon ein Jahr später öffnete eine Gastwirtschaft im Turm und die Aussichtsplattform wurde für die Öffentlichkeit freigegeben. Der sogenannte Sander Dickkopp war als Ausflugslokal schon bald weit über die Grenzen Sandes bekannt und ist bis heute das Wahrzeichen von Lohbrügge.

In den 1960er Jahren machte der ehemalige Schausteller Willy Schmidt die Gaststätte im Wasserturm zu einem Publikumsmagneten. Bei Kindern besonders beliebt war der kleine Zoo mit Ziegen, einem Esel, Hühnern und Ponys, den Schmidt über die Jahre entstehen ließ.

Nach 65 Jahren war der Wasserturm aus technischer Sicht überflüssig geworden. Er wurde 1972 stillgelegt und von der Stadt Hamburg erworben. Nach längerem Leerstand pachtete 1984 die neu gegründete „Kulturgenossenschaft Wasserturm“ das historische Gebäude mit dem Ziel, es vor dem Verfall zu retten. Dadurch wurde der Sander Dickkopp wieder zu einem wichtigen kulturellen Treffpunkt in Lohbrügge. Seit 1994 ist der Wasserturm in Privatbesitz mit wechselnden gastronomischen Betreibern. Eine Grundsanierung steht weiterhin aus.

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