Klapperhof

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Klapperhof

Als Sande Ende des 19. Jahrhunderts immer weiter wuchs, entstand rechts und links der Waldstraße (heute Höperfeld) ein kleines Stadtviertel für die Arbeiter aus den Sander Betrieben. Einen guten Eindruck vom früheren Aussehen des Viertels bekommt man heute noch in der ehemaligen Winkelstraße (heute Klapperhof). Die Häuser Klapperhof 1-13 wurden in den Jahren 1893-1898 erbaut; sie sind für die einfachen Arbeiterhäuser der damaligen Zeit typisch.

Alle Gebäude hatten neben der Toilette auch verschiedene Stallbauten im Hinterhof. Hier hielten die Bewohner sich ein oder zwei Schweine sowie mehrere Kaninchen oder Hühner. Einmal im Jahr kam der Schlachter von Haus zu Haus. Die selbst gemachten Würste konnten dann zu einer kleinen Räucherei in der Straße gebracht werden. Im hinteren Garten wurde Obst und Gemüse angebaut. Die kleinen Vorgärten waren durch einen Zaun von der Straße abgetrennt, deren ursprüngliche Pflasterung heute noch erhalten ist.

Im Klapperhof und in den Straßen der Umgebung gab es eine Reihe von kleinen Läden, Gaststätten und Handwerksbetrieben: Hier konnte man Kolonialwaren, Milch oder Kohlen kaufen, sich die Haare schneiden, die Kleider schneidern oder die Schuhe reparieren lassen. Auch ein gelernter Zahntechniker wohnte im Klapperhof und behandelte die Bewohner der Umgebung als „Zahnarzt“. Die gesamte linke Straßenseite sowie das Pflaster stehen unter Denkmalschutz; dennoch durfte im Jahr 2008 das Haus Nr. 9 abgerissen und durch einen Neubau im anderen Stil ersetzt werden.

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