Lohbrügge Nord

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Mit der Großwohnsiedlung Lohbrügge-Nord entstand ab 1961 das erste Hamburger Wohngebiet, das streng nach einem städtebaulichen Gesamtkonzept gebaut wurde. Wo zuvor die Felder und Wiesen der Lohbrügger
Bauern waren, entwarfen die Stadtplaner auf insgesamt 215 Hektar eine Kombination verschiedener  Gebäudetypen und Wohnformen. Zusätzlich war etwa 20% des Areals für Grünflächen vorgesehen.
Lohbrügge-Nord sollte keine reine „Schlafstadt“ werden. Stattdessen wurde in mehreren Bauabschnitten ein vollständiger Stadtteil mit diversen öffentlichen Einrichtungen erschaffen: Schulen, Kindergärten,  Altersheime, Kirchen, Sportanlagen und kleine Einkaufszentren für die Nahversorgung.
1964 wurde für die Versorgung des Stadtteils das damals größte Fernheizwerk Europas am Havighorster Weg errichtet. Besonders markante Wohnanlagen sind bis heute die „Fünf Finger“, also die bis zu 17-geschossigen Hochhäuser an der Korachstraße, und der rund 400 Meter lange „Lindwurm“ am Röpraredder. Allein in diesen beiden Anlagen ist Platz für mehr als 800 Wohnungen. Insgesamt waren bis 1970 über 5000 Wohnungen bezogen.
Das damals moderne Konzept einer Großwohnsiedlung, in der Platz für Wohnen, Einkaufen und Freizeitgestaltung ist, ging nicht immer auf. Es kam auch zu sozialen Spannungen und Problemen mit gewalttätigen Jugendgruppen. Dies war einer der Gründe für eine Stadtteilentwicklung durch die Lawaetz-Stiftung, die in den Jahren 2000-2008 durchgeführt wurde.

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